26.02.2026
Graz/Wien, 26. Februar 2026. Die Neuroth-Gruppe blickt auf eine positive Geschäftsentwicklung im Wirtschaftsjahr 2024/2025 zurück und setzt heuer wichtige Initiativen zur nachhaltigen Stärkung der Hörversorgung: Österreichs führendes Hörakustik-Unternehmen investiert in neue audiologische Qualitätsstandards und stärkt das Geschäftsfeld Gehörschutz auf internationaler Ebene.
Die Neuroth-Gruppe mit Hauptsitz in Graz setzte ihren Wachstumskurs im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2024/2025 fort. Das international tätige Hörakustik-Unternehmen verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr einen gruppenweiten Umsatz von 212 Millionen Euro. Das Wachstum von über 19 Prozent (2023/2024: 177 Mio. Euro) ist insbesondere auf Neueröffnungen in Südosteuropa, auf die Erstkonsolidierung des 2024 übernommenen Schweizer Tochterunternehmens „Misenso“, das nun erstmals in den Konzernzahlen berücksichtigt ist, sowie auf positive Währungseffekte zurückzuführen.
Aktuell beschäftigt die Neuroth-Gruppe damit rund 1.550 Mitarbeiter*innen an über 300 Standorten in acht Ländern. Mit 142 Standorten und einem Anteil am Gesamtumsatz von 58 Prozent ist Österreich weiterhin der größte Markt innerhalb der Neuroth-Gruppe.
„Wir freuen uns über unsere positive kontinuierliche Weiterentwicklung und dass der Bedarf an Hörlösungen weiter steigt“, bilanziert Lukas Schinko, CEO der Neuroth-Gruppe, und spricht über aktuelle Entwicklungen: „Wir bewegen uns derzeit in einem sehr dynamischen Marktumfeld – das reicht von Kostensteigerungen über sich verändernde Kundenbedürfnisse bis hin zum digitalen Wandel. Das Marktwachstum hält an, liegt aber unter den Prognosen. Umso wichtiger ist es uns, nachhaltig in die Qualität der Hörversorgung unserer Kundinnen und Kunden zu investieren.“
Größtes Wachstum in Südosteuropa
„Südosteuropa bleibt unser größter Wachstumsmarkt“, sagt Schinko. In den südosteuropäischen Ländern Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina ist die Neuroth-Gruppe mittlerweile mit 58 Standorten (+ 9 Standorte) vertreten – mit fast 20 Prozent fiel das Umsatzplus hier im Ländervergleich am höchsten aus.
Derzeit befindet sich der Aufbau des neuen zusätzlichen Produktionsstandortes in Belgrad in der Finalisierungsphase – als zweiter Standort neben dem zentralen Produktions- und Logistikstandort in Lebring. „Von Belgrad aus werden künftig die wichtigsten Nicht-EU-Märkte Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt beliefert, wovon unsere Kundinnen in der Region stark profitieren werden“, sagt Schinko.
KI & Co.: Neue Technologien im Vormarsch
Insgesamt versorgte Neuroth gruppenweit um rund sechs Prozent mehr Menschen mit Hörgeräten als im Jahr davor. Dabei ist die Nachfrage nach Hörgeräten mit neuen Technologien tendenziell gestiegen: „Smarte Hörgeräte nutzen heute zum Beispiel KI, um sich automatisch an jede Hörsituation anzupassen“, sagt Schinko. Rund jedes zweite verkaufte Hörgerät von Neuroth in Österreich ist mittlerweile ein Akku-Hörgerät. Im Vorjahr erfolgte zudem der Launch des bisher kleinsten Im-Ohr-Hörgeräts mit integriertem Akku unter der Eigenmarke „Viennatone“, die sich weiter positiv entwickelt.
Parallel dazu setzt Neuroth seine digitale Transformation auch innerhalb des Unternehmens weiter fort – etwa in der Fertigung: So wird beim Modellieren individueller Hörlösungen mittlerweile auf Unterstützung von künstlicher Intelligenz gesetzt, wodurch die Durchlaufzeiten weiter erhöht werden. Rund 208.000 Otoplastiken – sogenannte Ohrpassstücke – wurden im Vorjahr insgesamt produziert.
Audiologie: Neuroth setzt neue Qualitätsstandards in der Hörversorgung
2026 setzt Neuroth ein starkes Zeichen für die Zukunft der Hörversorgung und investiert gruppenweit in neue audiologische Qualitätsstandards. Nach und nach werden alle Fachinstitute und Hörcenter flächendeckend mit neuen hochpräzisen Audiometern, Video-Otoskopie-Systemen und innovativen Tools zur Simulation realer Hörsituationen ausgestattet.
„Hören ist sehr subjektiv. Unsere neue audiologische Ausstattung ermöglicht es künftig, Hörerfolge nicht nur messbar, sondern auch sicht- und spürbar zu machen. Somit können wir zum Beispiel Vorher-Nachher-Effekte während der Hörversorgung noch besser demonstrieren und künftig noch individueller auf unsere Kundinnen und Kunden eingehen“, sagt Schinko. Damit stärkt Neuroth nicht nur das Kundenerlebnis, sondern schafft neue einheitliche Qualitätsstandards in allen Ländern, in denen das Hörakustik-Unternehmen vertreten ist.
Gehörschutz: Zukunftsmarkt mit Potenzial
Ein weiteres wichtiges wachsendes Geschäftsfeld ist der Gehörschutz-Bereich. Hier verzeichnete Neuroth mit seiner Marke „earwear“ im B2C-Bereich ein gruppenweites Plus von acht Prozent. Am nachgefragtesten ist dabei der individuell angepasste Gehörschutz zum Schlafen (Earwear Sleep) – gefolgt vom Schwimmschutz. Die Neuroth-Gruppe bündelt daher künftig ihre B2B- und B2C-Kompetenzen und baut das Geschäftsfeld international weiter aus. „Unser B2B-Fokus lag bisher vor allem auf Österreich, zukünftig wollen wir auch bei Industriekunden in der Schweiz und in Südosteuropa stärker reüssieren“, sagt Schinko.
Der weltweite Markt zeigt: Rund 65 Millionen wiederverwendbare Gehörschutz‑Sets stehen zwei Milliarden Einwegprodukten gegenüber – ein massiver Trend hin zu langlebigen, hochwertigen Lösungen, der gerade erst beginnt. „Das Gesundheitsbewusstsein steigt – nicht nur deshalb hat der Gehörschutz-Bereich Potenzial, das wir noch stärker ausschöpfen möchten“, sagt Schinko, der aber auch darauf hinweist, dass in Sachen Stigma rund ums Thema Hörminderung noch viel zu tun sei. Daher startete Neuroth Anfang des Jahres in Österreich eine großangelegte Bewusstseinsinitiative: Im Rahmen einer eigenen Live-Konzerttour soll unter dem Motto „HörVerstehen“ bei freiem Eintritt auf künstlerische und emotionale Art und Weise auf die Wichtigkeit des Hörsinns aufmerksam gemacht werden.