26.03.2026

GE HealthCare übernimmt führende Rolle im EU-Konsortium IHI- COMPASS zur Verbesserung der kardioonkologischen Versorgung


  • COMPASS ist eine der größten öffentlich-privaten Partnerschaften im Rahmen der EU-Initiative Innovative Health Initiative (IHI).
  • Ziel des Konsortiums ist die frühzeitige Erkennung und bessere Einschätzung des Risikos für Kardiotoxizität bei Krebspatient:innen und Krebsüberlebenden.
  • Die Initiative setzt auf KI, moderne Bildgebung, Biomarker und integrierte Versorgungspfade

Chicago, 26. März 2026 — GE HealthCare (Nasdaq: GEHC) engagiert sich als führender Industriepartner im EU-Konsortium COMPASS. Die auf fünf Jahre angelegte Initiative verbindet klinische Exzellenz mit innovativer Gesundheitstechnologie. Das Konsortium soll die kardioonkologische Versorgung in Europa verbessern und kardiovaskuläre Risiken bei Krebspatient:innen  frühzeitiger erkennen. Mit einem Gesamtbudget von 50,5 Millionen Euro und mehr als 60 Partnern zählt COMPASS zu den größten öffentlich-privaten Partnerschaften im Rahmen der Innovative Health Initiative (IHI).

Kardiovaskuläre Erkrankungen nehmen bei Krebspatient:innen und Krebsüberlebenden stark zu. Ursachen sind einerseits bereits bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Zeitpunkt der Diagnose. Andererseits können lebensrettende wirksame Krebstherapien wie Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichtete Therapien kardiovaskuläre Nebenwirkungen haben. Studien zeigen, dass Herz-Kreislauf-Komplikationen die zweithäufigste Todesursache bei Krebsüberlebenden sind, nach dem Krebs selbst, und verantwortlich für bis zu 10 Prozent der Todesfälle1.

Verlässliche Biomarker und wirksame Präventionsstrategien fehlen bislang – ein wachsendes Problem angesichts der alternden Bevölkerung in Europa.

Integrierte Versorgungspfade in der Kardioonkologie

Die Partner des COMPASS-Konsortiums wollen die kardiovaskuläre Gesundheit von Krebspatient:innen und -überlebenden in Europa durch einen integrierten, patientenzentrierten Versorgungspfad verbessern. Dieser soll frühzeitige Interventionen ermöglichen, die sichere Fortführung von Krebstherapien unterstützen und das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen reduzieren. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und regulatorische Abstimmung sowie Patienteneinbindung sollen klinisch relevante Innovationen schneller in die Versorgungspraxis gebracht werden.

„Das King’s College London freut sich darauf, die wissenschaftliche Leitung und Koordination von COMPASS zu übernehmen“, sagt Steve Archibald, Professor für Molekulare Bildgebung an der School of Biomedical Engineering & Imaging Sciences am King’s College London. „Unser Ziel ist es, integrierte Versorgungsmodelle zu fördern und ihre breite Implementierung in Gesundheitssystemen voranzutreiben.“

Schwerpunkte der Initiative

Das Programm zielt auf die Vorhersage von Kardiotoxizitätsrisiken, die frühzeitige Erkennung kardiovaskulärer Erkrankungen sowie eine engere und stärkere Verzahnung von onkologischer und kardiologischer Versorgung, inklusive Alltagsunterstützung für Patient:innen und dem Management von Langzeitfolgen.

Im Fokus stehen dabei folgende Bereiche:

  • Neue Biomarker zur Früherkennung und Risikostratifizierung von Kardiotoxizität: Entwickelt werden neue Ansätze zur Früherkennung durch molekulare Bildgebung, moderne kardiale Bildgebung und Multi-Omics-Analysen, die genetische, molekulare und metabolische Daten zusammenführen.
  • KI-gestützte Prognose- und Entscheidungsunterstützung: Bildgebung, nicht-bildgebende Daten, Biomarker sowie Wearables und Real-World-Daten fließen in prädiktive Modelle und klinische Entscheidungsunterstützungssysteme ein.
  • Patientenzentrierte Versorgung: Integrierte Versorgungspfade, Aufklärung und die Einbindung relevanter Akteur:innen sollen langfristige Nachsorge und gleichberechtigen Zugang sicherstellen.

„Diese Initiative soll eine stärker patientenzentrierte Krebsversorgung unterstützen, die das Risiko von Kardiotoxizität berücksichtigt, frühzeitige Erkennung fördert und die langfristige Herzgesundheit von onkologischen Patientinnen und Patienten stärkt“, sagt Eigil Samset, General Manager, Cardiology Solutions bei GE HealthCare und Industry Lead des COMPASS-Konsortiums. „Wir freuen uns, als Industriepartner Teil dieser interdisziplinären Zusammenarbeit zu sein, die führende europäische Einrichtungen aus Wissenschaft, Klinik, Industrie und Patientenvertretung zusammenbringt. Durch einen KI-gestützten, integrierten Versorgungspfad, der Onkolog:innen und Kardiolog:innen verbindet, kann diese Zusammenarbeit die Krebsüberlebensrate weiter verbessern, indem kardiovaskuläre Komplikationen gezielt adressiert werden.“

Das Projekt wird durch Horizon Europe kofinanziert, als Teil der Innovative Health Initiative (IHI), einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der europäischen Life-Sciences-Industrie. Das IHI Joint Undertaking (Grant Agreement Nr. 101253264) wird unterstützt von COCIR, EFPIA, EuropaBio, MedTech Europe, Vaccines Europe sowie den COMPASS-Konsortialpartnern. Der Fördervertrag wurde am 25. März 2026 unterzeichnet und läuft über fünf Jahre.

Weitere Informationen sowie die vollständige Liste der Konsortialpartner finden Sie auf der Website der IHI oder auf der Projektseite von COMPASS.



1MDPI. Cardiotoxicity of Chemotherapy: A Multi-OMIC Perspective 8. Januar 2025. https://www.mdpi.com/2039-4713/15/1/9


Übersetzt aus der englischen Originalfassung.


*** 
GE HealthCare ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Medizintechnik, pharmazeutische Diagnostik und digitale Lösungen. Mit dem Ziel, integrierte Lösungen, Dienstleistungen und Datenanalysen bereitzustellen, macht GE HealthCare Krankenhäuser effizienter, unterstützt klinische Fachkräfte in ihrer Arbeit, verbessert die Präzision von Therapien und fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden der PatientInnen. Seit über 125 Jahren
im Dienst von PatientInnen und Anbietern, treibt GE HealthCare die Entwicklung einer personalisierten, vernetzten und einfühlsamen Gesundheitsversorgung voran und erleichtert den PatientInnen die Behandlung über den gesamten Versorgungspfad hinweg. Unsere Geschäftsbereiche für Bildgebung, Ultraschall, Patient Care Solutions und Pharmazeutische Diagnostik tragen dazu bei, die Patientenversorgung vom ersten
Diagnoseschritt über die Therapie bis hin zur Überwachung zu verbessern.

Mit einem Jahresumsatz von 19,7 Milliarden US-Dollar und rund 53.000 Mitarbeitenden arbeiten wir an einer Zukunft, in der Gesundheit keine Grenzen kennt.

GE HealthCare ist stolz darauf, zu den 2025 Fortune World’s Most Admired Companies™ zu gehören.

Folgen Sie uns auf LinkedIn, Facebook, Instagram, und Insights für die neuesten Nachrichten, oder besuchen
Sie unsere Website unter https://www.gehealthcare.com für weitere Informationen.

Kontakt

GE HealthCare
GE HealthCare Pressekontakt:
Lena Weissenbacher
Sr. Communications Manager
M: +43 664 186 3301
E: olena.weissenbacher@gehealthcare.com

Pressebüro GE HealthCare

Nicole Hall | Azra Ibrahimovic| Ahmed Khan
T: +43 1 524 43 00 – 0
E: ge_healthcare@grayling.com