10.06.2026

Mental Health im Klassenzimmer

Kostenloses Whitepaper mit Hintergründen und Praxistipps

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Wien, 10.06.26 – Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit, volle Klassen: Der Schulalltag fordert Lehrkräfte und Schüler*innen heutzutage besonders stark und macht psychische Gesundheit zu einem Thema, das man nicht mehr ignorieren kann. Genau hier setzt der Österreichische Bundesverlag Schulbuch (öbv) an: Anfang Juni veröffentlicht er ein kostenloses Whitepaper zur psychischen Gesundheit in der Schule. Es verbindet aktuelle Forschungsergebnisse mit persönlichen Erfahrungen sowie konkreten Handlungstipps und wird so für alle, die im und rund um den Unterricht tätig sind, zu einem fundierten wie praxisnahen Nachschlagewerk.

Viele Perspektiven, ein gemeinsamer Nenner
Den Auftakt macht ein Leitartikel, der die Kernfragen in den Mittelpunkt stellt: Wie steht es um die psychische Gesundheit von Lehrkräften und Schüler*innen? Was sind die größten Herausforderungen? Und was kann getan werden? Zu Wort kommen dabei neben Schüler*innen und den Lehrkräften auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Bildungspsychologe Marco Lüftenegger und Mental-Health-Days-Gründer Golli Marboe. So unterschiedlich ihre Blickwinkel auch sind, bei einem Punkt sind sie sich einig: Es braucht multiprofessionelle Teams an Schulen.

Meister*innen der Resilienz
Wie es um die Lehrenden selbst steht, zeigt eine gemeinsame Studie des öbv und der Johannes Kepler Universität (JKU). Das Ergebnis überrascht: Lehrkräfte sind offenbar Meister*innen der Resilienz. Denn obwohl 52 Prozent der Lehrpersonen ihre Arbeit als psychisch belastend erleben, sind 71 Prozent mit ihrem Leben sehr oder eher zufrieden. Ein bemerkenswerter Gegensatz, der zeigt, wie viel Kraft und Ausgleich im Lehrberuf trotz allem stecken. Dieses Wohlbefinden endet nicht bei den Lehrenden, sondern strahlt bis in den Unterricht aus: Rund drei Viertel der Lehrkräfte thematisieren Mental Health aktiv mit ihren Schüler*innen oder setzen gezielt Maßnahmen für deren psychisches Wohlbefinden.

Die drängendsten Fragen
Wo genau die größten Belastungen liegen und was dagegen hilft, beleuchtet eine Reihe von Expert*innen in verschiedenen Schwerpunktthemen. Erziehungswissenschafterin Petra Siwek-Marcon legt offen, dass schulischer Leistungsdruck der größte negative Stressfaktor für Kinder und Jugendliche ist, und erklärt, was Lehrkräfte tun können, um Entlastung zu schaffen.

Doch der Druck endet nicht mit dem Klingeln zur Pause. Ein weiterer Dauerbrenner begleitet junge Menschen längst rund um die Uhr: Smartphone und Social Media. Inwiefern digitale Medien die Psyche belasten, ordnet Medienpsychologe Tobias Dienlin ein. Er zeigt, was wissenschaftlich belegt ist, wo verbreitete Annahmen täuschen und was Jugendliche ebenso wie Erwachsene konkret tun können.

Dass gut gemeinte Ansätze manchmal sogar schaden können, weiß Psychoanalytikerin Angelika Purkathofer: Sie erklärt, warum das Sprechen über Mental Health nicht immer hilft und wie Lehrkräfte diese negativen Effekte verhindern. Und weil nicht nur Schüler*innen, sondern auch Lehrkräfte zunehmend unter Druck stehen, richtet Psychologin Elke Poterpin den Blick auf deren psychische Gesundheit. Sie zeigt, woran Pädagog*innen erkennen können, dass sie burnout-gefährdet sind, und welche Schritte dann helfen.

Stimmen aus dem Klassenzimmer
Nach den fachlichen Einordnungen rückt das Whitepaper jene in den Mittelpunkt, um die es im Schulalltag unmittelbar geht: die Schüler*innen selbst. Junge Menschen aus dem öbv-Jugendbeirat erzählen von ihren eigenen Erlebnissen rund um psychische Gesundheit in der Schule und benennen, was sich ihrer Meinung nach verändern muss.

Von der Theorie zurück in den Alltag führen konkrete Fragen und Situationen aus dem Klassenzimmer: Die beiden Initiativen „Rat auf Draht" und „Teacher Support" geben Antworten und Tipps, wie Lehrkräfte reagieren können. Wie es in der Praxis aussieht, psychische Gesundheit mit Schüler*innen zu thematisieren, zeigen schließlich Berichte von einem Schulworkshop von „Stabil im Kopf" sowie einem Aktionstag der „Mental Health Days". Den Abschluss bilden zahlreiche weiterführende Tipps und Links, damit aus dem Lesen direkt Handeln werden kann.

„Psychische Gesundheit ist die Grundlage für gutes Lernen und Lehren. Als Bildungsmedienverlag wollen wir dieses Thema aus der Tabuzone holen. In diesem Whitepaper bündeln wir dafür aktuelle Forschung, konkrete Praxiserfahrung und Tipps, die man direkt im Schulalltag anwenden kann", so Philipp Nussböck, Geschäftsführer des öbv.

Das Whitepaper ist kostenlos verfügbar unter: oebv.at/magazin/whitepaper-mental-health


Über den öbv: 
Der öbv (Österreichischer Bundesverlag) ist einer der größten Bildungsanbieter in Österreich. 1772 von Maria Theresia als Schulbuchverlag gegründet, vereint er jahrhundertelange Tradition und Erfahrung mit Innovation und aktivem Engagement für die Zukunft der Bildung. Das Portfolio des öbv umfasst rund 2.600 Titel und mehr als 52.000 digitale Materialien – vom klassischen Schulbuch über digitales Unterrichtsmaterial bis hin zu Unterstützungsangeboten für Lehrende und Lernende. Damit ist er einer der führenden Verlage im Bereich Lehr- und Lernmittel in Österreich. Seit 2007 ist der öbv Teil der Stuttgarter Klett Gruppe. Mehr unter oebv.at

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Whitepaper öbv: Mental Health im Klassenzimmer
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