23.09.2026

GE HealthCare stellt CareIntellect™ for Operations vor: KI-gestützte Anwendung erkennt Kapazitätenengpässe bis zu 72 Stunden im Voraus


  • Zwei führende akademische Gesundheitszentren werden CareIntellect™ for Operations als erste Einrichtungen einsetzen.
  • Die Lösung bietet einen Ausblick auf mögliche operative Engpässe bis zu 72 Stunden im Voraus und gibt Handlungsempfehlungen unter anderem zu Entlassungen, Bildgebung, Verlegungen und Kapazitätsbedarf.
  • CareIntellect™ for Operations kombiniert unternehmenseigene KI-Modelle von GE HealthCare mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Steuerung von Krankenhausabläufen. 

Chicago, 23. September 2026 – GE HealthCare (Nasdaq: GEHC) hat CareIntellect™ for Operations vorgestellt. Die neue KI-gestützte Software-as-a-Service-Anwendung (SaaS) soll Krankenhäuser und Klinikverbünde dabei unterstützen, Kapazitätsengpässe bis zu 72 Stunden im Voraus zu erkennen. Dafür bietet sie Übersichten auf Stations-, Abteilungs- und standortübergreifender Ebene. 

CareIntellect™ for Operations analysiert Hunderte patientenbezogene und betriebliche Datenpunkte, darunter Bettenverfügbarkeit, Verzögerungen im Patient:innenfluss, Personalsituation, Wartezeiten und Daten aus weiteren unterstützenden Bereichen. Die daraus gewonnenen Informationen bilden die Grundlage für die Prognose von Kapazitätsengpässen und die Priorisierung operativer Maßnahmen. 

Operative Engpässe frühzeitig erkennen

Krankenhäuser stehen vor steigender Nachfrage, Fachkräftemangel und wachsenden Kosten. In den USA stieg die Zahl stationärer Behandlungen 2025 um 5,3 Prozent. Gesundheitssysteme müssen damit mehr Patient:innen versorgen, während viele Einrichtungen bereits an oder nahe ihrer Kapazitätsgrenze1 arbeiten.

Gleichzeitig fehlt häufig ein vorausschauender Überblick über den Krankenhausbetrieb. Führungskräfte verbringen zum Teil mehrere Stunden täglich damit, Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen und auszuwerten. In einigen Einrichtungen werden operative Entwicklungen weiterhin manuell dokumentiert und Probleme manuell eskaliert. Selbst wenn ein aktuelles Lagebild vorliegt, muss anschließend entschieden werden, mit welchen Maßnahmen sich abzeichnende Engpässe begrenzen lassen, bevor sie größere Auswirkungen auf den gesamten Betrieb haben. Solche ineffizienten Abläufe können klinische Teams zusätzlich belasten, den Zugang zur Versorgung einschränken und eine schnelle und qualitativ hochwertige Versorgung erschweren.

Um Ressourcenengpässe frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern, nutzt CareIntellect™ for Operations zwei unternehmenseigene KI-Modelle von GE HealthCare. Das Modell „Pressure Forecast“ verbindet historische Betriebsdaten mit Echtzeitinformationen aus der elektronischen Patientenakte und weiteren Ressourcenmanagementsystemen. Es prognostiziert mögliche Engpässe in Krankenhäusern, Abteilungen und Stationen bis zu 72 Stunden im Voraus. Berücksichtigt werden unter anderem Belegung, Personalsituation, Wartezeiten in der Notaufnahme, einschließlich Verzögerungen bei der stationären Aufnahme, Therapiebereiche, Aufwach- und Nachsorgebereiche sowie eingehende Verlegungen.

Das Modell „Estimated Day of Discharge“ analysiert longitudinale Patientendaten und prognostiziert, wann einzelne Patient:innen voraussichtlich entlassen werden können. Die Einschätzungen werden stündlich aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind. Auf dieser Basis priorisiert die Anwendung operative Arbeitsabläufe und empfiehlt Maßnahmen, um Belastungen des Systems zu reduzieren und Auswirkungen auf Versorgungskapazität, Zugang und Versorgungsqualität zu begrenzen.

Erste Implementierung bei Queen’s und Duke Health

The Queen’s Health Systems und Duke Health werden CareIntellect™ for Operations als erste Einrichtungen im Rahmen der klinischen Evaluation einsetzen. Die Rückmeldungen aus dem klinischen und operativen Alltag fließen in die Weiterentwicklung ein.

In die Entwicklung fließen zudem mehr als 20 Jahre Erfahrung von GE HealthCare in der Steuerung von Krankenhausabläufen. Dazu zählen Erkenntnisse aus der Command Center-Software, die weltweit in nahezu 500 Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen eingesetzt wird. Nutzer der Command Center-Software haben unter anderem Kosteneinsparungen von bis zu 20 Millionen US-Dollar im ersten Jahr2, eine Verkürzung der Verweildauer um mehr als einen Tag3 sowie zusätzliche Kapazitäten für bis zu 19.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr berichtet4.

„Die Verbesserung des Zugangs zur Versorgung für die Menschen in unseren Gemeinden gehört zu unseren wichtigsten Prioritäten. Dafür müssen wir auch unsere Abläufe bestmöglich organisieren“, sagt Alex Wroe, Chief Operating Officer am The Queen’s Medical Center. „Wir haben bereits erlebt, wie Software für das Betriebsmanagement dazu beitragen kann, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und Ressourcen besser einzusetzen. Mit CareIntellect for Operations wollen wir den nächsten Schritt gehen: weg von der reinen Reaktion auf Kapazitätsengpässe hin zu einer vorausschauenden Planung, damit Betten, Teams und Ressourcen dort verfügbar sind, wo Patientinnen und Patienten sie benötigen.“

„Nachfrage und Kapazitäten in unserem gesamten System koordiniert und planbar zu steuern, ist entscheidend für eine hochwertige Versorgung“, sagt Katie Flanagan, Associate Vice President Patient Flow and Care Coordination bei Duke Health. „CareIntellect for Operations baut auf unserer dreijährigen Zusammenarbeit mit GE HealthCare auf und gibt unseren Teams einen Ausblick auf die kommenden drei Tage. So können sie schneller von der Analyse zum Handeln übergehen, zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten.“

Gemeinsame Plattform für klinische und operative Anwendungen

Als Teil der CareIntellect™-Familie klinischer und operativer Anwendungen von GE HealthCare basiert CareIntellect™ for Operations auf einer gemeinsamen Cloud-First-Infrastruktur. CareIntellect™-Anwendungen können dadurch schneller und sicherer integriert werden, ohne für jede einzelne Anwendung einen separaten, zeit- und kostenintensiven Integrationsprozess durchführen zu müssen.

Die Anwendung läuft auf Amazon Web Services (AWS) und ist direkt über GE HealthCare sowie über den AWS Marketplace erhältlich.

„Krankenhäuser und Klinikverbünde müssen frühzeitig erkennen können, wo Engpässe entstehen und welche Maßnahmen sinnvoll sind“, sagt Dr. Taha Kass-Hout, Global Chief Science and Technology Officer bei GE HealthCare

CareIntellect for Operations führt patientenbezogene und operative Informationen zusammen und ermöglicht einen Ausblick auf mögliche Engpässe in den kommenden 72 Stunden. So können Teams früher reagieren. KI im Krankenhausbetrieb muss verständliche Prognosen liefern, in bestehende Arbeitsabläufe integrierte Handlungsempfehlungen geben und dort verlässlich sein, wo Entscheidungen getroffen werden. Genau dafür wurde diese Lösung entwickelt.“

Mit der Lösung baut GE HealthCare sein Portfolio KI-gestützter SaaS-Anwendungen weiter aus. Diese sollen Krankenhäuser und Klinikverbünde dabei unterstützen, Kapazitäten und Versorgungsabläufe besser zu steuern.  Seit 2023 hat GE HealthCare mehr als 5,1 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert, um die Versorgung weiterzuentwickeln, klinische Teams zu unterstützen und Abläufe zu vereinfachen.

Weitere Informationen zu CareIntellect™ for Operations finden Sie hier: CareIntellect™ for Operations | GE HealthCare (United States).


1American Hospital Association, „Kosten der Versorgung: Herausforderungen für US-amerikanische Krankenhäuser bei der Patientenversorgung im Jahr 2026“, März 2026, https://www.aha.org/costsofcaring;
UCLA Clinical and Translational Science Institute, „Den USA könnte bis 2032 ein kritischer Mangel an Krankenhausbetten drohen, warnt eine neue Studie“, 30. April 2025, https://ctsi.ucla.edu/the-us-could-experience-a-critical-hospital-bed

2GE HealthCare, „Command Center trägt zur Verbesserung des Patientenflusses bei und ermöglicht Einsparungen von 20 Millionen US-Dollar im ersten Jahr: Fallstudie The Queen’s Health Systems“, 2025, https://www.gehealthcare.com/content/dam/gehc/sitecore-migrated-assets/gehc/us/images/products/software/commandcenter/case-study-the-queens-health-systems-may-2025.pdf

3GE HealthCare, „Command Center trägt zur Verbesserung des Patientenflusses bei und ermöglicht Einsparungen von 20 Millionen US-Dollar im ersten Jahr: Fallstudie The Queen’s Health Systems“, 2025, https://www.gehealthcare.com/content/dam/gehc/sitecore-migrated-assets/gehc/us/images/products/software/commandcenter/case-study-the-queens-health-systems-may-2025.pdf

4GE HealthCare, „Regionales Command Center schafft Kapazitäten für jährlich 19.000 zusätzliche Patient:innen: Fallstudie Providence Swedish – Puget Sound Region“, 2025, https://www.gehealthcare.com/content/dam/gehc/sitecore-migrated-assets/gehc/us/images/products/software/commandcenter/providence-1-page-case-study-090525-rgb-v2.pdf;
Die Ergebnisse sind nicht als verbindliche Vorgaben zu verstehen und können je nach Anwender, verwendeter Software für elektronische Patientenakten und Grad der Implementierung variieren.


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GE HealthCare ist ein weltweit führender Anbieter von Gesundheitslösungen in den Bereichen moderne Medizintechnologie, pharmazeutische Diagnostik sowie KI-, Cloud- und Softwarelösungen. Damit unterstützt das Unternehmen Ärztinnen und Ärzte dabei, einige der komplexesten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Seit 130 Jahren steht GE HealthCare im Dienst von Patientinnen und Patienten sowie medizinischen Fachkräften. Mit wegweisenden Innovationen gestaltet das Unternehmen die nächste Generation der Medizin in den Bereichen Advanced Imaging Solutions, Pharmaceutical Diagnostics und Patient Care Solutions. Ziel ist es, eine stärker personalisierte und präzisere Patientenversorgung zu ermöglichen.

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