02.11.2026

25 Jahre weltweit erste klinische PET/CT-Installation: Universitätsspital Zürich und GE HealthCare feiern kontinuierliche Innovation


  • Im Jahr 2001 wurde am Universitätsspital Zürich (USZ) der weltweit erste klinische PET/CT-Scanner installiert – ein Meilenstein in der Entwicklung der hybriden molekularen Bildgebung. Seither wurden am USZ rund 170.000 PET/CT-Untersuchungen bei etwa 80.000 Patient:innen durchgeführt.
  • Die langjährige Zusammenarbeit von GE HealthCare und USZ umfasst Weiterentwicklungen in klinischer Praxis, Forschung, Technologiebewertung und internationaler Weiterbildung. Seit 2007 nahmen mehr als 700 Ärzt:innen am PET/CT-Fellowship-Programm des USZ teil. 
  • Aktuelle Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind unter anderem dynamische PET-Bildgebung, pädiatrische PET/CT und neue Tracer. Damit wollen USZ und GE HealthCare die klinischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten der molekularen Bildgebung weiter ausbauen und eine präzisere Patientenversorgung unterstützen. 

Zürich, 02. November 2026 – 2001 wurde am Universitätsspital Zürich (USZ) der weltweit erste klinische PET/CT-Scanner installiert. 25 Jahre später kamen auf Einladung des USZ und von GE HealthCare (Nasdaq: GEHC) am 30. Oktober mehr als 120 Expert:innen aus Klinik, Forschung und Technologie sowie Vertreter:innen aus Politik und Medien in Zürich zusammen. Im Mittelpunkt standen 25 Jahre Innovation in der PET/CT und der Ausblick auf künftige Entwicklungen in der molekularen Bildgebung, darunter Theranostik – die Verbindung zielgerichteter Diagnostik und Therapie – sowie künstliche Intelligenz.

Eine Innovation, die den Blick auf Erkrankungen verändert hat

PET/CT kombiniert zwei sich ergänzende bildgebende Verfahren in einer Untersuchung: Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) stellt physiologische und pathologische Prozesse im Körper dar, die Computertomographie (CT) liefert detaillierte anatomische Bilder. Die Kombination hilft Ärzt:innen dabei, nicht nur zu bestimmen, wo sich Auffälligkeiten befinden, sondern auch, wie diese funktionell aktiv sind. Dies unterstützt unter anderem die Charakterisierung und Stadieneinteilung von Erkrankungen sowie die Therapieplanung und Verlaufskontrolle.

Im Jahr 2003 zeigte eine von Forschenden des USZ geleitete und im New England Journal of Medicine veröffentlichte prospektive Studie, dass die integrierte PET/CT bei 41 Prozent der untersuchten Patient:innen mit bestätigtem oder vermutetem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom zusätzliche diagnostische Informationen lieferte.1 Die Studie zeigte zudem, dass die Kombination aus PET und CT die Genauigkeit der Stadieneinteilung von Lungenkrebs gegenüber PET oder CT allein verbesserte.

Seit 2001 wurden am USZ rund 170.000 PET/CT-Untersuchungen an etwa 80.000 Patient:innen durchgeführt. In diesem Zeitraum hat sich die PET-basierte Bildgebung am USZ von ihrem ursprünglichen Schwerpunkt in der Onkologie auf zahlreiche weitere klinische Anwendungsbereiche ausgeweitet. Dazu zählen die kardiale Bildgebung, neurologische Erkrankungen, die Bildgebung bei Infektionen und Entzündungen, Erkrankungen der Nebenschilddrüse sowie seltene zerebrovaskuläre Erkrankungen.

Beispiele für das erweiterte klinische Einsatzspektrum sind:

  • Präzisere Beurteilung von Prostatakrebs: Das USZ setzt PSMA-PET zur Erkennung von Lymphknoten- und Fernmetastasen sowie zur initialen Stadieneinteilung von Prostatakrebs ein. Im Vergleich zur 18F-Cholin-PET bietet die PSMA-PET bei diesen Anwendungen eine deutlich höhere Genauigkeit.2
  • Auffälligkeiten erkennen, die mit konventioneller Bildgebung schwer nachweisbar sind: Das USZ nutzt 18F-Cholin-PET/CT und PET/MR, um die Lokalisation pathologisch veränderter Nebenschilddrüsen zu unterstützen. Für die Lokalisation wird eine Erfolgsrate von mehr als 95 Prozent berichtet, womit das Verfahren der konventionellen Bildgebung deutlich überlegen ist.3
  • Atembewegungen berücksichtigen: Das USZ setzt ein datenbasiertes Gating-Verfahren ein, das Ateminformationen direkt aus den PET-Daten ableitet und ohne zusätzliche externe Gating-Hardware auskommt. Die Technologie wurde entwickelt, um bewegungsbedingte Bildunschärfen zu reduzieren und eine zuverlässigere Lokalisation und Quantifizierung zu unterstützen.4
  • Spezialisierte Anwendungen: Die PET-Bildgebung am USZ umfasst auch hochspezialisierte Anwendungen, darunter kardiale Untersuchungen mit 13N-Ammoniak und die Beurteilung der Moyamoya-Erkrankung mit Sauerstoff-15-markiertem Wasser. 

„Wir sind stolz darauf, dass die weltweit erste kommerzielle PET/CT-Installation vor 25 Jahren hier in Zürich erfolgte. Sie markierte den Beginn einer neuen Ära in der medizinischen Bildgebung und schuf eine starke Grundlage für klinischen und wissenschaftlichen Fortschritt. Heute können wir auf diese Erfahrungen aufbauen und weiter untersuchen, wie molekulare Bildgebung die Patientenversorgung verbessern kann“, sagt Prof. Dr. Philipp Kaufmann vom Universitätsspital Zürich.

In den vergangenen 25 Jahren haben das USZ und GE HealthCare klinische Expertise mit Technologieentwicklung, Technologiebewertung, Forschung und Weiterbildung verbunden und dabei neue Möglichkeiten der hybriden Bildgebung erschlossen. Die Zusammenarbeit umfasst unterschiedliche Bereiche: Seit 2007 haben mehr als 700 Ärzt:innen am strukturierten PET/CT-Fellowship-Programm des USZ teilgenommen und dabei unter fachlicher Supervision jeweils rund 200 bis 400 PET/CT- und PET/MR-Fälle beurteilt.

2018 brachte das USZ seine klinische Erfahrung in die Bewertung eines datenbasierten Verfahrens zur Atembewegungskorrektur ein, bei dem die Ateminformationen direkt aus den PET-Aufnahmedaten gewonnen werden und keine zusätzlichen externen Geräte erforderlich sind. 2021 installierte das USZ zudem ein Discovery MI PET/CT-System mit sechs Detektorringen und einem axialen Sichtfeld von 30 Zentimetern – die weltweit erste Installation dieser Konfiguration.

Diese Beispiele zeigen, wie eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsversorgung, Forschung und Industrie dazu beitragen kann, Technologien an klinischen und betrieblichen Anforderungen auszurichten und zu evaluieren, Wissen international zu vermitteln und eine präzisere, stärker personalisierte Patientenversorgung zu unterstützen.

Nächste Schritte in der molekularen Bildgebung

Fortschritte in quantitativer Bildgebung, Theranostik und künstlichen Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten, Informationen aus Bilddaten zu gewinnen und klinische Entscheidungen zu unterstützen. In der Theranostik kann die Bildgebung zudem eine wichtige Rolle bei Therapieentscheidungen und der Beurteilung des Therapieansprechens spielen.

Auf Grundlage ihrer langjährigen Zusammenarbeit arbeiten das USZ und GE HealthCare in mehreren Bereichen an der Weiterentwicklung der PET-Bildgebung:

  • Dynamische PET-Bildgebung, um zusätzliche Informationen über das Verhalten von Tracern und Tumoreigenschaften im zeitlichen Verlauf zu gewinnen.
  • Kürzere PET/CT-Untersuchungen bei kleinen Kindern ohne Sedierung, um Untersuchungen für pädiatrische Patient:innen zu erleichtern und die Belastung zu reduzieren. 
  • Einsatz von FAPI-Tracern (Fibroblast Activation Protein Inhibitor) in der onkologischen und nicht-onkologischen Bildgebung in der Schweiz.
  • Weiterentwicklung der Bewegungskorrektur und quantitativen Bildgebung mit dem Ziel, Bildqualität und Zuverlässigkeit der Messungen zu verbessern.

„Die molekulare Bildgebung führt zunehmend Informationen zu Krankheitsbiologie, Anatomie und Therapieansprechen zusammen. Die Entwicklung der PET/CT in den vergangenen 25 Jahren bildet eine starke Grundlage für die nächste Phase. Fortschritte in der Bildgebung und quantitativen Auswertung sowie neue therapeutische Ansätze können dazu beitragen, die Versorgung präziser und individueller auszurichten“, sagt Prof. Dr. Martin Hüllner vom Universitätsspital Zürich.

„Seit 25 Jahren zeigt unsere Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich, wie klinische Expertise, Wissenschaft und Technologie gemeinsam zur Weiterentwicklung der Patientenversorgung beitragen können. Was mit der weltweit ersten klinischen PET/CT-Installation begann, ist zu einer langfristigen Zusammenarbeit in Forschung, Weiterbildung und Innovation geworden. Wir sind stolz darauf, auf dieser Grundlage aufzubauen und gemeinsam die Zukunft der molekularen Bildgebung und einer präziseren, stärker personalisierten Versorgung mitzugestalten“, ergänzt Nicolas Durand-Schaefer, General Manager Molecular Imaging International bei GE HealthCare.

 

1Staging of Non–Small-Cell Lung Cancer with Integrated Positron-Emission Tomography and Computed Tomography

2https://www.usz.ch/fachbereich/nuklearmedizin/angebot/psma-pet-prostatakarzinom/ 

3https://www.usz.ch/en/department/nuclear-medicine/service/choline-pet-parathyroid/ 

4https://www.gehealthcare.com/content/dam/gehc/sitecore-migrated-assets/global/dach/files/mi/motionfree_whitepaper-jb68144xx.pdf 


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GE HealthCare ist ein weltweit führender Anbieter von Gesundheitslösungen in den Bereichen moderne Medizintechnologie, pharmazeutische Diagnostik sowie KI-, Cloud- und Softwarelösungen. Damit unterstützt das Unternehmen Ärztinnen und Ärzte dabei, einige der komplexesten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Seit 130 Jahren steht GE HealthCare im Dienst von Patientinnen und Patienten sowie medizinischen Fachkräften. Mit wegweisenden Innovationen gestaltet das Unternehmen die nächste Generation der Medizin in den Bereichen Advanced Imaging Solutions, Pharmaceutical Diagnostics und Patient Care Solutions. Ziel ist es, eine stärker personalisierte und präzisere Patientenversorgung zu ermöglichen.

GE HealthCare erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 20,6 Milliarden US-Dollar und beschäftigt weltweit rund 54.000 Mitarbeitende, die gemeinsam daran arbeiten, eine Welt zu schaffen, in der Gesundheitsversorgung keine Grenzen kennt.

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